Zurück in der Oberliga – Die Herren 1 von Kinderhaus ist wieder da!
von Rene Roskwitalski
Nach einem Jahr Abstinenz ist es endlich wieder so weit: Kinderhaus spielt wieder Oberliga!
Was vor zwei Jahren noch wie ein bitterer Rückschlag wirkte, ist heute Antrieb und Motivation zugleich. In der Saison 2024/25 musste sich unsere Herrenmannschaft nach einer schwierigen Spielzeit mit einer Bilanz von 2:20 Siegen aus der Oberliga verabschieden. Was folgte, war jedoch kein Rückzug, sondern ein Neustart – und der sollte schneller erfolgreich werden als vielleicht von vielen erwartet.
In der Saison 2025/26 präsentierte sich die Mannschaft von Beginn an mit einem völlig anderen Gesicht. Mit 17 Siegen aus 22 Spielen sicherte sich Kinderhaus überraschend die Vizemeisterschaft in der Landesliga und damit die direkte Rückkehr in die Oberliga. Eine Entwicklung, die vor einem Jahr so sicherlich nicht jeder auf dem Zettel hatte.
Nun gilt es, diesen Schwung mitzunehmen.
Kontinuität auf der Trainerbank - Eine wichtige Konstante bleibt dabei an der Seitenlinie: Sebastian Falkenberg geht in seine zweite Saison in Folge als Headcoach der Herren 1. Das Kinderhauser Urgestein (seit 2010 im Verein) möchte nach dem erfolgreichen Wiederaufbau in der vergangenen Saison nun die nächste Herausforderung angehen.
Unterstützung bekommt Falkenberg dabei auf der Co-Trainer-Position. Mit Markus Wagner, der unter anderem beim UBC Münster und TuS Hiltrup aktiv war, konnte ein qualitativ hochwertiger und erfahrener Trainer für das Team gewonnen werden.
Damit soll nicht nur die sportliche Herausforderung Oberliga bewältigt werden. Ein besonderer Schwerpunkt bleibt die individuelle Entwicklung der Spieler.
Denn genau diese Entwicklung soll in Kinderhaus auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Nicht nur kurzfristiger Erfolg, sondern die nachhaltige Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers steht im Mittelpunkt.
Sechs Abgänge – drei neue Gesichter
Im Kader hat sich über den Sommer dennoch einiges getan. Insgesamt sechs Spieler stehen in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung:
- Laurenz Rohwedder zieht es nach Dänemark.
- Christian Salz verabschiedet sich nach Spanien.
- Leo Willbrand wechselt nach Bremen.
- Jan Neumann schließt sich dem GW Nottuln an.
- Marcel Ludwig Shepard steht aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung.
- Raphael Küppers bleibt dem Verein erhalten und wird künftig für unsere Herren 2 auflaufen.
Demgegenüber stehen bislang drei Neuzugänge, die das Team verstärken werden:
Pooyan Afsharpoor kommt vereinslos nach Kinderhaus, Philip Henneberg wechselt von der SG Telgte-Wolbeck nach Kinderhaus und Dian Weber stößt von der TSG Reutlingen zum Team. Zu guter letzt wechselt Sören Krapp von den Lippe Baskets in den Norden Münsters und verstärkt uns ab Mitte November. Weitere Veränderungen im Kader sind dabei nicht ausgeschlossen.
Entwicklung über die Mannschaftsgrenzen hinaus - Ein weiterer wichtiger Baustein für die kommende Saison ist die engere Verzahnung zwischen Herren 1, Herren 2 und Jugendbereich.
Dass diese Zusammenarbeit bereits gelebt wird, zeigt die Vorbereitung. Mit Florian Foppe, Elias Jöhren und Leo Kemper haben gleich drei Spieler aus der Herren 2 große Teile der Vorbereitung der ersten Mannschaft mitgemacht.
Das Ziel ist klar: Spieler sollen sich innerhalb des Vereins entwickeln können und gleichzeitig die Möglichkeit bekommen, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Sollte in der Oberliga Unterstützung benötigt werden, soll der Einstieg in die Herren 1 möglichst schnell und unkompliziert funktionieren.
Damit wollen wir nicht nur kurzfristig auf personelle Situationen reagieren, sondern langfristig eine gemeinsame sportliche Perspektive innerhalb der Herrenabteilung schaffen.
Früh gestartet, um vorbereitet zu sein - Um der anspruchsvollen Oberliga-Saison bestmöglich vorbereitet entgegenzutreten, wurde ungewöhnlich früh mit der Saisonvorbereitung begonnen. Bereits am 16. Juni startete das Team in die Vorbereitung.
Nur wenige Wochen später folgte am 12. Juli das erste Testspiel. Gegen den Landesliga-Aufsteiger TSV Bocholt konnte sich Kinderhaus mit 73:65 durchsetzen.
Solche Testspiele sind dabei mehr als reine Ergebnisse. Sie sollen zeigen, wo die Mannschaft bereits funktioniert – und vor allem, an welchen Stellschrauben noch gearbeitet werden muss.
Denn das große Ziel ist zunächst klar: Klassenerhalt.
Gleichzeitig möchte sich die Mannschaft nicht ausschließlich damit zufriedengeben, irgendwie in der Liga zu bleiben. Mit dem nötigen Respekt vor der Oberliga soll der Blick durchaus ein kleines Stück weiter nach vorne gerichtet werden.
Und dann wartet direkt der Serienmeister - Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt allerdings nicht.
Zum Saisonauftakt wartet mit dem TV Salzkotten direkt ein echtes Schwergewicht der Oberliga 4. Salzkotten gehört seit Jahren zu den dominierenden Mannschaften der Liga und konnte in drei der vergangenen vier Spielzeiten die Meisterschaft feiern.
Dazu kommt ein Kader, der mit Spielern mit Bundesliga-Erfahrung gespickt ist.
Für Kinderhaus also gleich zum Auftakt eine echte Standortbestimmung. Und vielleicht könnte der Zeitpunkt dafür kaum besser sein. Denn wenn man wissen möchte, wo man nach dem Wiederaufstieg tatsächlich steht, gibt es wohl kaum einen besseren Gegner als einen der absoluten Favoriten der Liga.
Es soll ein Ausrutscher bleiben - Die kommende Saison wird anspruchsvoll. Das wissen alle Beteiligten. Aber genau diese Herausforderung ist es, auf die sich die Mannschaft freut.
Nach dem bitteren Abstieg vor zwei Jahren hat sich Kinderhaus zurückgekämpft. Mit einer starken Landesliga-Saison, viel Arbeit und einer Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie sich entwickeln kann.
Jetzt geht es darum, diese Entwicklung in der Oberliga fortzusetzen.
Wir wollen uns selbst zeigen, dass der Abstieg vor zwei Jahren tatsächlich nur ein Ausrutscher war. Dafür braucht es Einsatz, Zusammenhalt, Geduld – und die Bereitschaft, Woche für Woche an sich zu arbeiten.
Die Vorfreude ist jedenfalls groß. Die Mannschaft ist bereit für die neue Herausforderung.
Kinderhaus ist zurück in der Oberliga. Und wir haben einiges vor!
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