Spielbericht Herren 3 | Spiel 7
von Rene Roskwitalski
Auswärtsspiel in Greven
Am Sonntag waren wir zu Gast in Greven. Ein absolutes Schlüsselspiel für uns nach der bitteren Niederlage gegen Ochtrup in der vergangenen Woche. Für die Moral und den Anschluss an die Tabellenspitze mussten wir unbedingt eine Reaktion zeigen und die Mannschaft hat geliefert.
Wir starteten furios in die Partie! In den ersten 6–7 Minuten lief offensiv alles nach Plan. Durch starkes Teamplay fanden wir immer wieder den freien Mann, spielten hochprozentige Abschlüsse heraus und konnten uns früh zweistellig absetzen. Gleichzeitig stand die Defense kompakt und ließ im gesamten ersten Viertel nur 7 Punkte zu. Ein klares Statement!
Im zweiten Abschnitt kam ein Bruch ins Spiel. Wir verloren teils die Ruhe im Aufbau, Fastbreaks konnten nicht konsequent zu Ende gespielt werden, die Wurfquote fiel merklich ab und zusätzlich sammelten wir in dieser Phase zu viele Turnover ein, was Greven zurück ins Spiel brachte. Ein offensiv eher schwaches Viertel von uns.
Mit dem Wissen, dass wir das „verflixte dritte Viertel“ unbedingt besser gestalten wollten, schickten wir die Starting Five motiviert zurück auf das Parkett – und sie lieferte! Der Ball lief deutlich besser, die Entscheidungen waren klar und wir erzielten immer wieder einfache Punkte am Brett. Gleichzeitig hielten wir Greven defensiv bei nur 32 Punkten bis Ende des dritten Viertels. Zwar hatten wir auch in diesem Abschnitt einige unnötige Turnover, weil die Achtsamkeit in manchen Momenten nachließ – dennoch war dieses Viertel unser bestes im gesamten Spiel. Der Lohn: ein 22-Punkte-Vorsprung und volle Kontrolle.
Im Schlussviertel wurde es nochmal intensiver. Greven mobilisierte alles, verteidigte aggressiv und machte uns durch zunehmende Hektik in unseren Angriffen das Leben schwer. Wir verwalteten mehr, als dass wir weiter auf dem Gas blieben – und so schrumpfte der Vorsprung. Doch am Ende blieb ein verdienter und wichtiger 10-Punkte-Auswärtssieg stehen.
Besonders hervorzuheben:
Linus Hommel, der erneut ein extrem mannschaftsdienliches Spiel zeigte. Durch seine starken Drives zog er mehrfach die Defense auf sich und setzte im perfekten Moment seine Mitspieler in Szene – etliche leichte Punkte entstanden direkt durch seine Vorarbeit. Genau diese Teamorientierung prägte unser starkes erstes Viertel und auch den dominanten dritten Abschnitt.
Fazit:
Ein Sieg, der uns zeigt, wie gut wir sein können – gerade defensiv und wenn wir gemeinsam den Ball bewegen. Gleichzeitig wissen wir genau, woran wir weiter arbeiten müssen: Ruhe bewahren, unter Druck strukturiert bleiben und über 40 Minuten konstant spielen.
Ein Sieg des Willens, der Energie und des Teamgeistes.
Markus Böing 2, Tobias Maatz 0, Jakob Thiesbrummel 3, Fatih Kücükoglu 3, Robert Riedel 8, Roberto Eloy Hernandez Regala 15, Paul Muhle 11, Jonas Höfer 6, Linus Hommel 8