Spielbericht Herren 1 | Spiel 1

von Rene Roskwitalski

TV Salzkotten 2 – SC Westfalia Kinderhaus 94:64

Mit dem Auswärtsspiel beim TV Salzkotten 2 wartete am vergangenen Samstag direkt eine der anspruchsvollsten Aufgaben auf den SC Westfalia Kinderhaus. Salzkotten ist nicht nur gespickt mit ehemaligen Bundesliga-Profis, sondern gehört seit Jahren zu den dominierenden Mannschaften der Oberliga 4. In drei der vergangenen vier Spielzeiten konnte der TV die Meisterschaft feiern. Entsprechend war allen Beteiligten klar, dass Salzkotten aktuell nicht der Maßstab für den Aufsteiger aus Kinderhaus sein kann.
Trotz dieser Ausgangslage wollte sich Kinderhaus keineswegs verstecken – und zeigte gerade in den ersten 15 Minuten, dass man auch gegen einen solchen Gegner mithalten kann.
Kinderhaus hält von Beginn an dagegen
Von der ersten Minute an spielte Westfalia konzentriert und mutig. Die Mannschaft hielt gegen die körperlich und individuell stark besetzten Gastgeber gut dagegen und ließ sich auch von der Qualität des Salzkottener Kaders nicht beeindrucken.
Nach dem ersten Viertel lag Kinderhaus lediglich mit 12:16 zurück. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie zunächst umkämpft. Salzkotten konnte sich zwar etwas absetzen, doch zur Halbzeit betrug der Rückstand lediglich zehn Punkte – 26:36.
Damit hatte Kinderhaus in der ersten Halbzeit durchaus gezeigt, dass man mit Einsatz, Disziplin und einer guten Teamleistung auch gegen einen der Topfavoriten der Liga bestehen kann.
Nach der Pause setzt sich Salzkottens Qualität durch
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Salzkotten allerdings spürbar den Druck. Kinderhaus hatte zunehmend Schwierigkeiten, die Intensität der Gastgeber über die gesamte Spielzeit mitzugehen. Während Salzkotten seine individuelle Qualität immer wieder ausspielen konnte, schlichen sich bei den Baskets mehr Fehler ein.
Trotzdem gab sich Kinderhaus nicht auf. Auch im dritten Viertel konnte man immer wieder Akzente setzen und erzielte 21 Punkte. Salzkotten gewann den Abschnitt mit 24:21 und ging mit einer 60:47-Führung in das Schlussviertel.
Dort machte sich schließlich die Qualität und Erfahrung der Gastgeber deutlich bemerkbar. Salzkotten spielte das vierte Viertel konsequent zu Ende und konnte den Vorsprung noch einmal deutlich ausbauen. Mit 34:17 ging auch der letzte Abschnitt an die Hausherren, die damit am Ende einen deutlichen 94:64-Erfolg verbuchten.
Der Blick geht nach vorne
Auch wenn am Ende eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel stand, sollte das Spiel für Kinderhaus vor allem richtig eingeordnet werden. Gegen eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren regelmäßig um die Meisterschaft gespielt hat, zeigte der Aufsteiger insbesondere in der ersten Halbzeit, dass er auf Oberliga-Niveau bestehen kann.
Jetzt gilt es, aus den Erfahrungen dieser Partie die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Oberliga ist für Kinderhaus zwar eine bekannte, aber dennoch große Herausforderung – und die Mannschaft wird sich in den kommenden Wochen weiter an das Tempo, die Intensität und die körperliche Präsenz der Liga gewöhnen dürfen.
Die Saison ist lang. Und die wichtigen Spiele kommen noch.
Für Westfalia heißt es daher: Mund abputzen, aus der Partie lernen und weiterarbeiten. Der Aufsteiger hat in Salzkotten gezeigt, dass er durchaus mithalten kann – jetzt gilt es, diese Phasen über längere Strecken auf das Parkett zu bringen. Die nächste Gelegenheit bietet sich direkt am kommenden Sonntag gegen die SG Telgte-Wolbeck, die am vergangenen Spieltag mit einer 49:69 Niederlage gegen die dritte des UBC Münster in die Saison gestartet sind. Hochball ist am 26.09. um 14 Uhr.

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