Spielbericht Damen 3 | Spiel 11

von Rene Roskwitalski

Mit System zum Sieg

In zwei vollgepackten Autos machten sich die Damen 3 am Sonntag Mittag auf den Weg zum Auswärtsspiel nach Soest.

Auch wenn das Team mit den besten Vorsätzen von Anfang an mit hoher Energie in das Spiel zu gehen aus der Kabine gekommen war, lief das erste Viertel nicht ganz nach der Vorstellung der Kinderhauserinnen. Während ihnen im Angriff zwar viele schöne Punkte gelangen, hatte heute die sonst so starke Defense noch Verbesserungspotential. Die Soesterinnen schafften es immer wieder ihre Geschwindigkeit auszunutzen und durch Blöcke und viele Pässe Lücken in der Kinderhauser Defense zu kreieren. So hatte Kinderhaus im ersten Viertel zwar lange die Führung, aber am Ende hieß es doch 16:15 für Soest.

So entschied das Münsteraner Team zum zweiten Viertel auf eine Zonen-Verteidigung umzustellen. Die Soesterinnen wussten zwar durch strategische Pässe auf den Wechsel in der Verteidigung zu antworten, aber nachdem sich die Kinderhauserinnen auf die Spielweise der Gegnerinnen eingestellt hatten, gewannen sie wieder die Überhand im Spiel. Angriffe der Soesterinnen konnten unterbrochen werden und die eigenen Angriffe konnten konsequent ausgespielt werden. Insbesondere durch den Einsatz von Tina Falkenberg, die an diesem Tag eigentlich nur als Trainerin von der Seitenlinie hatte dabei sein wollen, wurde das Team in den letzten Minuten des zweiten Viertels wachgerüttelt und schaffte es so sich zur Halbzeit mit 26:21 von den Gastgeberinnen abzusetzen.

Dieses Momentum konnte dann auch direkt in die zweite Halbzeit mitgenommen werden. Durch strategisches Wechseln zwischen aggressiver Mann- und kräftesparenderer Zonenverteidigung schafften es die Kinderhauserinnen das junge, schnelle Team aus Soest gut unter Kontrolle zu halten. Die eigenen Spielzüge wurden gut ausgespielt und immer wieder konnten die körperlich überlegenen Center Spielerinnen aus Münster in gute Wurfpositionen gebracht werden. Zum Ende des dritten Viertels hieß es 44:33 für Kinderhaus. Das vierte Viertel war dann nur noch eine Fortsetzung des vorherigen. Das eigene Spiel wurde weiterhin gut durchgesetzt, die Führung konnte weiter ausgebaut werden, und so endete das Spiel mit einem klaren 60:43 für Kinderhaus.

Hierbei wurde besonders das Vorhaben, in dieser Partie die Systeme konsequenter zu nutzen, gut umgesetzt.

Nach einem tollen Spiel kann man oft die Leistungen von vielen besonders hervorheben. Und so könnten auch hier wieder viele Spielerinnen erwähnt werden. Besonders stachen jedoch zwei hervor: Anna Lena Brischke, die von Anfang an hoch motiviert an dieses Spiel ging, auf dem Feld konsistent einen nach dem anderen Wurf verwandelte und mit 18 Punkten als Topscorerin aus der Partie ging, und Malin Anderson, die mit ihrer hammerharten Defense jede Gegnerin in die Verzweiflung treiben kann.

Es spielten: Anderson (4), Alex (14), Brischke (18), Derksen (4), Esser (6), Falkenberg (4), Kupffer, Niediek (2), Schladitz (6), Ulrich (2)

 

Geschrieben von: Luzie Kupffer

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