Spielbericht Damen 1 | Spiel 3

von Jens Thorsten Grüber (Kommentare: 0)

Niederlage nach großem Kampf im Stadt-Derby

Tabellenerster gegen den Zweiten, beide ungeschlagen, UBC gegen Kinderhaus, das Stadt-Derby: Krimi oder doch nur ein Trainingsspiel? Am Samstagabend trafen die Spielerinnen der Kooperation des UBCs und Kinderhaus in einem ersten Ligavergleich aufeinander und vorne weg: es war mehr als nur ein Trainingsspiel. Als Underdog ging die Westfalia in
den Vergleich und lieferte einen großen Kampf ab, musste sich aber letztlich nach 40 Minuten mit 59:50 geschlagen geben.
Mit zu viel Respekt oder wie das Reh im Scheinwerferlicht starte das mit 10 Spielerinnen angereiste SCW-Team in die Partie und kassierte gleich zu Beginn einen 8:0 Lauf der Hausherrinnen. Obwohl man ja wusste, dass die Favoriten, die auf eine volle Bank zurückgreifen konnten, heiß wie Frittenfett in die Partie gehen würden, brauchte es vier bis fünf Minuten bevor man sich sortieren, das Spiel ausgeglichener gestalten und schließlich Mitte des 2. Viertels den Abstand auf 2 Punkte reduzieren konnte. Vor allem der Defensive, in der zwischen Mann-Mann und Ball-Raum-Verteidigung gewechselt wurde, war ein 14:3 Lauf des zweiten Durchgangs geschuldet, hielt man den UBC in diesem Viertel doch auf 5 Feldkörbe.

Die Halbzeit bekam dem vom Trainer-Gespann Wagner und Strestik geführten Team besser, startete es doch mit einem 7:0 Lauf aus der Kabine in die Führung. Direkt nach dem 3er von Clara Finke zum 29:31 nahm der UBC eine frühe Auszeit, in der den in schwarz spielenden Gastgeberinnen wohl der Kopf gewaschen wurde, denn im Anschluss spielten diese vor allem in der Verteidigung härter und konsequenter. In dem Versuch die Intensität mitzugehen handelten sich unsere Damen aber erheblich mehr Fouls ein, so dass auf dem Block von besagter Auszeit bis zur 29 Minute 6/8 Freiwürfe für den UBC nur 1/2 Freiwürfe des SCKW gegenüberstanden. So erspielte sich die von Peter Lüsebrink gecoachte Mannschaft eine Minute vor Ende des 3. Viertels eine 5 Punkte Führung. Die 30. Minute gehörte dann allerdings Nele Schwering vom UBC. Zwei Dreier in Folge, der zweite mit Foul und verwandeltem Freiwurf addierten sich zu einem 12
Punkte Poster, die zu diesem Zeitpunkt höchste Führung im Spiel. Julia korrigierte zwar mit einem 2er in den letzten Sekunden den Unterschied auf 10 Punkte, doch Nele kühlte in der Viertelpause nicht ab und setzte einen weiteren Dreier zu Beginn des letzten Viertels. Der finale Durchgang war dann vom Kampf geprägt, man stemmte sich gegen die Übermacht des UBCs, konnte kurzfristig den Unterschied nochmal einstellig gestalten, musste aber dann mit ansehen, wie die Gastgeberinnen kontinuierlich aus dem Feld und von der Freiwurflinie Punkte sammelten. In der 38. Minute beim Stand von 58:43 lag der UBC mit der höchsten Führung des Spieles vorne. Doch so wollte man sich nicht geschlagen geben, so wollte man die mitgereisten Fans nicht nach Hause schicken, mit einem letzten 7:1 Lauf verabschiedeten sich die Kindhauser-Damen aus dem Viertel und der Partie und beiden Teams gehörte der anschließende Applaus.

Ein intensives, defensiv-geprägtes Spiel in dem es der Westfalia gelang die beste Offensive der Liga auf unter 60 Punkte zu halten und gleichzeitig wieder alle Spielerinnen auf das Scoringboard zu bringen. Mit dieser Reifeprüfung in der Tasche kann das Team sich den kommenden Aufgaben widmen. Aufgaben, die nicht kleiner werden, hat sich doch der
ebenfalls noch ungeschlagene Mitfavorit der Liga Barop zum Besuch angemeldet. Die Partie gegen den neuen Tabellenzweiten wird am Sonntag den 28.11. um 12:00h im Sportzentrum Kinderhaus ausgetragen.

Es spielten: Charlotte Abendroth (2 Punkte), Klara Engert (4), Clara Finke (14, 3/4 Freiwürfe, 1 Dreier), Mareike Leusder (2), Eva Mallmann (4), Julia Mallmann (4), Michelle Neuber (3), Ana Perak (6, 0/1), Luca Marie Tillmann (2) und Lisa Walter (9, 3/3),

Spiel im 5-Minuten Protokoll:
8:2 (5. Minute), 19:8 (1. Viertel), 24:20 (15. Minute), 29:24 (Halbzeit), 30:31 (25. Minute), 46:36 (3. Viertel), 50:41 (35. Minute), 59:50 (Endstand)
 
geschrieben von: Alexander Strestik

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